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Published on Januar 13th, 2014 | by Sonja Krause

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Technik für mehr Sicherheit

Sicher und geborgen – so sollte man sich in seinen eigenen vier Wänden, die man sein Zuhause nennt fühlen. Doch was, wenn die gesundheitlichen Einschränkungen im hohen Alter die Stolperfallen im Alltag immer größer werden lassen? Hier greifen immer mehr Senioren auf Hausnotrufe als Lösung für mehr Sicherheit zurück. Wer sich noch mehr absichern möchte, der wird im Bereich der Ambient Assisted Living (AAL) Technologien fündig.

Hausnotruf – für den Notfall abgesichert

Um im Notfall schnell Hilfe zu verständigen bietet ein Hausnotrufsystem, gerade für Senioren die alleine leben, eine zuverlässige Basisabsicherung. Das System besteht aus dem sogenannten „Funkfinger“ und einer Basisstation. Der Funkfinger ist ein mobiler Handsender der als Armband oder um den Hals getragen werden kann. Mit einem Knopfdruck auf den Funkfinger kann im Notfall dann sofortige Hilfe alarmiert werden. Der Mitarbeiter der Notrufzentrale kann dann über die Freisprecheinrichtung der Basisstation Kontakt zu dem Hilfebedürftigen aufnehmen und sich einen ersten Eindruck über die Notlage verschaffen. Die im Vorfeld bereits eingeholten Informationen des Notrufnutzers, wie Anschrift und Krankheitsbild, helfen dem Mitarbeiter der Notrufzentrale die notwendigen Maßnahmen einzuleiten. Sollte es dem Hilferufenden nicht mehr möglich sein sich mitzuteilen, wird unverzüglich ein Rettungswagen alarmiert. In solchen Fällen können auch im Vorfeld angegebene Kontaktpersonen über den Notfall informiert werden.

Die mobile Lösung

Für Senioren, die sich auch außerhalb ihrer eigenen vier Wände mehr Sicherheit wünschen, gibt es den mobilen Hausnotruf. Während der Funkfinger in einer Reichweite von 30-50 Metern zur Basisstation funktioniert, verspricht der mobile Hausnotruf Sicherheit für unterwegs. Durch eine festgelegte Schnelltaste des Mobiltelefons kann auch hier eine Verbindung zur Notrufzentrale aufgebaut werden. Nach Durchgabe des Aufenthaltsortes können sofortige Rettungsmaßnahmen eingeleitet werden. Bei der Wahl eines GPS-Mobiltelefons, ist es der Notrufzentrale sogar möglich den Standort des Hilferufenden schnell und zuverlässig zu orten, sollte dieser nicht mehr ansprechbar sein.

Ein Plus an Sicherheit

Wer sich mit dem Hausnotruf noch nicht ausreichend abgesichert fühlt, der kann hier mit zahlreichen intelligenten Systemlösungen Abhilfe schaffen. Diese Technologien werden auch als Ambient Assisted Living bezeichnet, da sie es Senioren oder vorerkrankten Menschen ermöglichen ihren Alltag unbeschwerter zu bestreiten. Einige dieser Technologien können sogar an das Hausnotrufsystem gekoppelt werden, wie etwa eine Herdplattenüberwachung oder Rauch-, Wasser- und Gasmelder. Auch die Verbindung mit Temperatur- und Drucksensoren ist möglich. Gerade bei dementiell Erkrankten und besonders vergesslichen Personen können auffällige Unregelmäßigkeiten, zum Beispiel durch eine nicht ausgeschaltete Herdplatte oder ein nicht geschlossenes Fenster, schnell registriert werden. Der Bewohner wird in einem solchen Fall durch ein Signal auf die Notlage aufmerksam gemacht. Außerdem wird ein Notruf an die Hausnotrufzentrale übermittelt. Für Menschen, die aufgrund plötzlich auftretender Symptome öfter stürzen, kann auch die Koppelung an sogenannte Fallsensoren sinnvoll sein. Sollte es zu einem Sturz kommen, wird auch hier sofort ein Signal an die Notrufzentrale übermittelt.

Hausnotrufe und die ergänzenden Technologien des Ambient Assisted Living helfen Senioren also dabei auch weiterhin möglichst sorgenfrei in den eigenen vier Wänden zu leben und sich dabei sicher und zuhause zu fühlen.


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