Allgemein Fotograf

Published on Dezember 23rd, 2014 | by Sonja Krause

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Die richtige Schärfe finden

Die meisten Menschen halten nicht nur die freudigen Momente ihres Lebens auf Fotografien fest. Schöne Bilder, wie zum Beispiel Portraitfotografie sind auch ein beliebtes Geschenk und Gelegenheit für Fotoposter. Damit die Freude an den Bildern an der Wand lange hält, sollten sie möglichst scharf sein. Dank moderner Technik und dem passenden Objektiv können nicht nur professionelle Fotografen, sondern auch Hobbyfotografen ein perfektes Foto machen. Sollte das Bild dann doch nicht ganz perfekt sein, kann mit einem Programm zur Bildbearbeitung nachgeholfen werden. Jeder möchte scharfe Bilder machen.

Kreativposter

Der Schärfeneindruck eines Fotos ist dann umso größer, je deutlicher sich die Kanten eines Objekts farblich oder helligkeitsmäßig von anderen Bildteilen unterscheiden. Weist ein Motiv keine Strukturen oder Kanten auf, lässt sich auch keine Schärfe feststellen. Beispiel kann hier beispielsweise ein blauer Himmel mit Wolken sein. Jede nachträgliche digitale Schärfung ist schlechter als eine fototechnisch scharf aufgenommene Aufnahme. Besonders wenn man das Foto vergrößert und für ein Fotoposter verwendet, wird man den Unterschied deutlich sehen. Hochwertige Objektive sind die erste Wahl, wenn das Foto richtig schön scharf werden soll. Der Einsatz eines Stativs vermindert außerdem verwackelte Fotos und kann selbst bei ausreichend guten Lichtverhältnissen die Bildschärfe verbessern. Wenn man dann noch einen Kabel- oder Funkauslöser benutzt und die Spiegelvorauslösung benutzt, kann man sich nicht mehr vorwerfen, nicht alles dafür getan zu haben, dass das Foto auch wirklich scharf wird. Die so genannte Unscharfmaskierung wird auch als selektive Schärfe bezeichnet und ist eine Methode, bei der der Schärfeeindruck eines Fotos erhöht wird. Der Informationsgehalt des Bildes wird durch das Schärfen allerdings nicht erhöht.

Fotobuch Freistadt

Kostenpflichtige Programme wie Adobe Photoshop, aber auch Gratis-Software wie GIMP bieten die Möglichkeit, Bilder mittels der Option „unscharf maskieren“ zu verbessern. Diese Methode ist simpel und liefert in der Regel ganz ordentliche Ergebnisse. Beim Unscharf maskieren können drei Parameter verändert werden: Die Stärke, der Radius und der Schwellenwert. Je nach Größe und Auflösung des Bildes sollte man hier ein wenig experimentieren, bis man den gewünschten Schärfungsgrad erreicht hat. Wichtig: Das Bild stets in der 100%-Ansicht kontrollieren, da man nur dann die tatsächliche Schärfe erkennen und so Überschärfung vermeiden kann.

Fotografiert man freihändig, also ohne Stativ, empfiehlt es sich, den Bildstabilisator einzuschalten. Auch wenn man es versucht, es wird uns nie ganz gelingen, die Kamera komplett still zu halten. Der integrierte Bildstabilisator gleicht diese Mikro-Bewegungen aus. Achtung: nur ein optischer Bildstabilisator ist ein echter Bildstabilisator. Ein “digitaler Bildstabilisator” fährt nur die Iso-Zahl nach oben um die Verschlusszeit zu Verkürzen. Ein ganz wichtiger Aspekt, den viele nicht kennen oder nicht beachten, ist die korrekte Reihenfolge bei der nachträglichen Bildbearbeitung am Computer. Jegliche Bildanpassung wie Belichtungsänderung, Kontraständerung, Farbanpassungen, Größenänderungen oder sonstige Bearbeitungen sollten ausschließlich im „ungeschärften“ Zustand erfolgen. Die Schärfung sollte stets der allerletzte Bearbeitungsschritt sein. Wenn die zur Verfügung stehende Kamera das RAW-Format unterstützt, kann im RAW-Konverter die bei der Aufnahme eingestellte Schärfung verlustfrei wieder herausgenommen werden. Wenn die Kamera das RAW-Format nicht unterstützt, empfiehlt es sich, die Schärfeneinstellungen in der Kamera auf „aus“ oder zumindest auf „niedrig“ bzw. „moderat“ zu stellen. Die Ergebnisse für das Foto bzw. Fotoposter können sich dann auf jeden Fall sehen lassen.


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